Seite 30-31 - Inside out 4/2014

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Studium
Bauingenieurwesen an der RWTH
Aachen und der University of Technology
Sydney
Promotion
RWTH Aachen, ausgezeichnet mit
der Borchers-Plakette der RWTH Aachen
Berufliche Stationen (u. a.)
- öffentlich bestellter und vereidigter Sachver-
ständiger für Baudynamik, Erschütterungen
und Schwingungen im Bauwesen
- Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl
für Baustatik und Baudynamik, RWTH Aachen
- Leiter des Fachbereichs Baudynamik, Kem-
pen Krause Ingenieure GmbH, Aachen
- eigenverantwortliche Bearbeitung von
Bauprojekten, u. a. in Australien, USA, Kanada,
Indien, Saudi-Arabien, China, Tunesien und
Europa
Als Student war ich
für mehrere Monate an
einer christlichen Schule und Gemeinde in Bo-
livien tätig und habe ein Jahr in Australien stu-
diert. Die Möglichkeiten, über den Tellerrand
hinaus in neue Welten einzutauchen und alle
Überlegungen, die dadurch ausgelöst wer-
den, sind grandios!
Stahl- undVerbundbau begeisternmich,
weil
im Bauingenieurwesen Tragwerke immer erst
von oben nach unten durchgeplant und dann
von unten nach oben gebaut werden. Bauin-
genieure müssen daher ihr Tun vorab immer
vom Ende her denken. Man kann auch sein ei-
genes Leben vom Ende her denken und ent-
sprechend sinnvoll gestalten.
Den Studierenden mit auf den Weg geben
möchte ich:
selber denken, Fleiß und Schweiß,
immer Zeit für ein Bierchen mit Freunden!
Einer der letzten guten Filme, die ich gesehen
habe
ist
Courageous,
weil gerade heute Kinder,
so auch meine drei Jungs, unbedingt ihren Va-
ter brauchen.
Auf meinem morgendlichen Weg zur Hoch-
schule
bin ich erst total dankbar, mit so vie-
len Dingen im Leben unverdientermaßen be-
schenkt worden zu sein: dem (Über-)Leben
(einer Intensivstation), meiner wunderbaren
Frau, einem vom Krebs geheilten Sohn, Freun-
den, Jesus, einer tollen Arbeitsstelle und so vie-
lem mehr. Und dann sind meine Gedanken
ganz schnell und bis Deutz bei den anstehen-
den Lehrveranstaltungen des Tages.
Prof. Dr.-Ing. Wolfram Kuhlmann (40)
Fakultät für Bauingenieurwesen und
Umwelttechnik
Lehr-/Forschungsgebiet: Stahl- und
Verbundbau
Studium und Promotion
Maschinenbau an
der RWTH Aachen
Berufliche Stationen (u. a.)
- Teilnahme am Projekt „Standortübergreifen-
des Spare-Part Management“, ZF AG/ ZF do
Brasil, Deutschland/Brasilien
- Fachprojektleiter im Betriebsmanagement
Werkzeugbau, Audi AG, Ingolstadt/Barcelona
- Leiter der Fertigungsplanung und -steue-
rung, Volkswagen AG, Wolfsburg
- Lehrbeauftragter für Fertigungsverfahren
und Montagesysteme, AutoUni Wolfsburg
Als Kind wollte ich
immer Lokführer werden,
weil man da so viel von der Welt sehen kann.
Damals war für mich Welt gleich Deutschland.
Ich bin ganz froh, dass ichmich für einen ande-
ren Weg entschieden habe, denn so ist meine
Welt deutlich größer geworden.
Als Student war ich
für ein halbes Jahr in Brasi-
lien und kann nur jeden ermutigen einen Aus-
landsaufenthalt fest einzuplanen. Diese Erfah-
rungen tragen maßgeblich zur persönlichen
Weiterentwicklung bei, egal ob man Scheine
macht oder nicht.
Fertigungstechnik begeistert mich,
weil man
bei der Herstellung von Autos – sehr emotio-
nale und attraktive Produkte – bis hin zu Zahn-
stochern – die einen jetzt nicht so vom Hocker
hauen – mitwirken kann und somit ein sehr
breites Einsatzspektrum vorfindet.
Den Studierenden möchte ich mitgeben,
dass man sein persönliches Ziel sportlich, aber
nicht utopisch definieren soll und das nächste
Ziel schon vor dem Erreichen des alten Ziels
definiert, um den Ansporn aufrecht zu erhal-
ten. Und dass es nicht schlimm ist, wenn man
auch mal einen Umweg nimmt.
Als Ausgleich zur geistigen Arbeit brauche
ich
Öl und Benzin oder Wasser und Wind.
Das letzte gute Buch, das ich gelesen habe,
ist die Reihe
Bruno, chef de police
von Martin
Walker, weil ich in den Lebensbeschreibun-
gen eines französischen Dorfpolizisten kom-
plett abschalten und alles ummich herum ver-
gessen kann.
Prof. Dr. Florian Zwanzig (38)
Fakultät für Informatik und Ingenieurwissen-
schaften
Lehr-/Forschungsgebiet: Fertigungstechnik
Studium
Medieninformatik und Computer
Science an der Fachhochschule Wedel
Promotion
Katholische Universität Eichstätt-
Ingolstadt
Berufliche Stationen (u. a.)
- Projektleiter „Hochschule als Inkubator für
Existenzgründer“, Fachhochschule Wedel
- Geschäftsführender Gesellschafter, pharus53
software solutions GmbH
- Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt
e-teaching.org, Leibniz-Institut für Wissensme-
dien, Tübingen
- Lehrbeauftragter für Multimedia und Hyper-
media im eContent, Universität Hamburg
Als Kind wollte ich
irgendetwas im Fernsehen
machen.
Als Student war ich
häufig am Elbstrand (auch
zum Lernen), oft auf Konzerten (in Hamburg)
und in jeder Vorlesung (ehrlich).
Soziotechnische Systeme begeistern mich,
weil sie den Menschen in den Mittelpunkt stel-
len: Wie können Informationstechnologien un-
ser (Zusammen-)Leben verbessern, zum Bei-
spiel durch soziale Netzwerke, freien Zugriff
auf Wissen und die Verwirklichung von Zielen.
Den Studierenden möchte ich mitgeben,
dass sie am erfolgreichsten in den Dingen sein
werden, die sie gerne machen, auch wenn das
manchmal Anstrengung erfordert. Informati-
ker müssen Verantwortung tragen für die tech-
nischen Systeme, die sie erschaffen. Schlechte
Software kann frustrieren, gegen gesellschaft-
liche Normen verstoßen oder Schaden anrich-
ten. Gute Software erleichtert Arbeit, hilft uns,
löst Probleme, eröffnet neue Dimensionen oder
macht einfach nur Spaß.
Als Ausgleich zur geistigen Arbeit
brauche
ich gemütliche Cafés, Krimi-Sonntage und
lange Spaziergänge.
Den Campus Gummersbach
finde ich sehr
gut ausgestattet, modern und freundlich – die
ideale Arbeitsatmosphäre für neue Inspiratio-
nen.
Prof. Christian Kohls (38)
Fakultät für Informatik und Ingenieurwissen-
schaften
Lehr-/Forschungsgebiet: Informatik, Soziotech-
nische Systeme
Prof. Dr. Lisa Link (57)
Fakultät für Informations- und Kommunikati-
onswissenschaften
Lehr-/Forschungsgebiet: Mehrsprachige Fach-
kommunikation Technik (Englisch, Deutsch)
Studium
Mathematik und Psychologie am
Community College of Denver; Spanisch und
Lateinamerikanische Geschichte an der Uni-
versity of Washington, Seattle; Internationale
politische Ökonomie und Deutsch am Fairha-
ven College/Western Washington University,
Bellingham (USA)
Promotion
Technische Universität Darmstadt
Berufliche Stationen (u. a.)
- Leiterin der English Language Section, LO-
GOS Computer System Deutschland GmbH
- Beraterin in Programmen zum Aufbau von
IT-Infrastruktur, Daten und Projektmanage-
ment auf den Philippinen in Zusammenarbeit
mit der Canadian International Development
Agency und dem Deutschen Entwicklungs-
dienst
- Professorin für Fachkommunikation und
Sprachdatenverarbeitung, Fachhochschule
Flensburg
Als Kind wollte ich
Tierärztin oder Architek-
tin werden.
Als Studentin war ich
arm, aber glücklich!
Mehrsprachige Fachkommunikation und
Technik begeistern mich,
weil das Zusam-
menspiel von Sprache, Technik und Kultur äu-
ßerst spannend ist.
Den Studierenden mit auf den Weg geben
möchte ich die Begeisterung für lebenslanges
Lernen.
Als Ausgleich zur geistigen Arbeit
verbringe
ich Zeit in der Natur, sei es beimWandern, Se-
geln oder beim Buddeln im Garten.
Das letzte gute Buch, das ich gelesen habe,
ist
Wir Ertrunkenen
von Carsten Jensen. Einfach
großartig!
Prof. Andreas Denk (55)
Fakultät für Architektur
Lehr-/Forschungsgebiet: Architekturtheorie
Studium
Kunstgeschichte an der Ruhr-Uni-
versität Bochum und der Albert-Ludwigs-Uni-
versität Freiburg; Kunstgeschichte, Geschichte
des Städtebaus an der Rheinischen Friedrich-
Wilhelms-Universität Bonn
Berufliche Stationen (u. a.)
- Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Samm-
lungsbereich Design, Haus der Geschichte,
Bonn
- Chefredakteur der Zeitschrift „Der Architekt“,
Berlin/Bonn
- Lehrbeauftragter und Professor i. V. für Archi-
tekturtheorie, Fachhochschule Köln
- Gründungsmitglied des Ungers-Archivs für
Architekturwissenschaft, Köln
- Mitglied im Vorstand der Hans-Schaefers-
Stiftung zur Nachwuchsförderung, Berlin
Als Kind wollte ich
wahrscheinlich am liebs-
ten, dass alles so bliebe. Später wäre ich gern
Archäologe geworden.
Als Student war ich
so begeistert von den
Möglichkeiten, die die Arbeit in verschiedenen
Disziplinen der Geistes-, Kultur- und Planungs-
wissenschaften bietet, dass ich acht Jahre lang
studiert habe – bis heute völlig reuelos. Kann
ich nur empfehlen.
Architekturtheorie begeistert mich,
weil es
ermöglicht, grundsätzlich dasWesen der Stadt
und der Architektur zu verstehen. Aus dem the-
oretischen Denken, das manchmal als Utopie
erscheint, entspringen mitunter Lösungen für
Probleme, vor denen Praktiker manchmal ka-
pitulieren. Und solche Lösungen brauchen wir,
wenn wir noch irgendetwas retten wollen.
Den Studierendenmöchte ich
den grenzenlo-
sen Optimismus mitgeben, dass sie das, was sie
gelernt haben, irgendwann in möglichst idea-
ler Weise anwenden können.
Auf meinem morgendlichen Weg zur Hoch-
schule
ist der schönste Moment die Fahrt durch
die Siegaue zwischen Beuel und Mondorf – ein
kleines Arkadien an der Autobahn.
Den Campus Deutz
betrachte ich immer wie-
der mit Interesse, weil ich Respekt vor den Ar-
chitekten habe, die sich in den 1960er Jahren
dieses soziale Bausystem ausgedacht haben.
Deshalb weiß ich bis heute nicht genau, ob
man das IWZ wirklich abreißen sollte.
Studium
Mathematik und Informatik an der
RWTH Aachen
Promotion
an der Universität zu Köln
Berufliche Stationen (u. a.)
- IT-Entwicklerin, DEVK Deutsche Eisenbahn
Versicherung, Köln
- Lehrbeauftragte für Wirtschaftsmathematik
und Statistik, Fachhochschule der Wirtschaft,
Bergisch Gladbach
- Lehrbeauftrage für Ingenieurmathematik,
Fachhochschule Köln
- Wissenschaftliche Mitarbeiterin, CAD/CAM
Center Cologne, Fachhochschule Köln
Als Kind wollte ich
Fußballerin werden.
Als Studentin bin ich
zuerst in Numerik durch-
gefallen.
Wissenschaftliches Rechnen begeistert
mich,
weil es sehr praxisorientiert ist.
Den Studierenden möchte ich
den Spaß an
Mathe und das Vertrauen in die eigenen Fähig-
keiten vermitteln.
Als Ausgleich zur geistigen Arbeit
brauche
ich Sport und meine Kinder, denn die bringen
mich auf andere Gedanken.
Das letzte gute Buch, das ich gelesen habe,
ist
Die Kunst des klarenDenkens
von Rolf Dobelli.
Es behandelt auf unterhaltsame Art unter an-
derem Denkfehler über Statistik.
Auf meinemmorgendlichen Weg zur Hoch-
schule
stehe ich leider viel zu oft im Stau.
Mein Lieblingsplatz in Köln
ist mein Büro. Von
dort habe ich einen wunderschönen Blick auf
den Dom und die Kranhäuser.
Prof. Dr. Beate Rhein (46)
Fakultät für Informations-, Medien- und
Elektrotechnik
Lehr-/Forschungsgebiet: Angewandte
Mathematik